Kabarett

Ironischer Spiegel der Gesellschaft

Motivationsgründe

Die Frage ist: Was amüsiert den Zuschauer, wenn er sich ein Kabarettprogramm ansieht? Sind es sind die offen ausgesprochenen geheimen Gedanken und die skurrile Sichtweise auf die ganz alltäglich erscheinenden Dinge des Lebens? Ist es das Abbild der wiedergefundenen eigenen Identität, also etwas, was man schon vergessen glaubte? Für jeden Besucher eines Kabaretts sind es ganz individuelle Motivationsgründe, sich das auf der Tagesordnung stehende Programm anzusehen und seine Inspiration aus diesem zu ziehen. Kabarett hat viele Gesichter.

Formen des Kabaretts

Das politische Kabarett zielt auf aktuelle Brandthemen aus regionalem oder internationalem Umfeld. Oft wird es zeitgleich in den Medien diskutiert. Das Kabarett greift dann diese Thematiken auf und kristallisiert die kritischen Kernpunkte glasklar heraus. Der Zuschauer erfährt auf diese Weise, ohne selbst sich gedanklich zu entblößen, was er schon immer von der Sache dachte, sich aber nicht zu sagen wagte. In der DDR hatte Kabarett eine hohe Form der Ironie erreicht, ganz einfach deshalb, weil dort nicht jede Wahrheit erwünscht war. Das Dahintersehen und Dahinterhören erreichte daher schnell einen Kultstatus. Heute ist es im politischen Kabarett eher so, dass es mehr darauf ankommt, wie etwas dem Publikum nahegebracht wird, da es ja die Redefreiheit ohnehin gibt.

Die Formen des Kabarett erstrecken sich jedoch nicht allein auf diese Richtung. Auf die Schippe wird nahezu jede Problematik genommen. Zwischenmenschliches aus dem Eheleben ebenso wie ethnische Unterschiede zwischen Mitbewohnern einer Gemeinschaft. Von ironisch sanft bis bissig und grotesk. Die Bandbreite des Kabarett ist groß. Die Darstellungsvariationen sind vielfältig. Die Zeit ist heran für einen amüsanten oder auch nachdenklich stimmenden Kabarettabend.